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S.H.A.R.P.

S.H.A.R.P.(Skinheads against racial prejudice) wurde im Mai 1988 in den USA ins Leben gerufen. Diese Organisation wurde zur Abgrenzung gegen die rechtsgerichteten Skinheads gegrändet. Im November 1988 las der englische Sänger der Band "The Oppressed", Roddy Moreno ein Flugblatt der Sharp-Skins. Begeistert von dieser Idee und der Möglichkeit sich anderen Skins gegenäber abzugrenzen, trug er diese Idee nach Europa. So erfolgte eine Umorientierung von Teilen der europäischen Skinheadszene. Fär Moreno bedeutete die Sharp-Gruppe "Zuräck zu den Wurzeln". Ein Skinhead könne schliesslich kein Rassist sein, da er sonst seine Wurzeln in der schwarzen Kultur leugne.

 

In Deutschland wurde Sharp erst im Juli 1989 bekannt. Das Fan-Magazin Skintonic veröffentlichte zu diesem Zeitpunkt erstmals einen Artikel äber Sharp-Skinheads. Von nun an machte sich das Magazin zum Sprachrohr der Sharp-Bewegung. Skintonic bestand weiterhin auf seine politische Unabhängigkeit, aber auch auf eine antirassistische Grundhaltung. Viele der "Alt-Skins" sahen nun die Möglichkeit sich wieder als Skinheads in der Öffentlichkeit zu zeigen, da sie sich durch Sharp von den Nazi-Skins abgrenzen konnten. In Ausgabe 10 von Skintonic sagt Gerald Machner, Mitglied der Gruppe " No Sports": "... wir unterstätzen Sharp, um dem zunehmenden Rassismus etwas entgegenzusetzen... nichts dumpfes, politisches, sondern ein Lebensgefähl!" Damit beschreibt Machner, worauf es den Sharp-Skins ankommt. Es geht nicht um "die Politik", sondern um ein Lebensgefähl. Viele der Sharp-Skins sagen von sich, daß sie unpolitisch sind.

 

Allerdings gibt es auch kritische Stimmen zu den Sharps. Eine von ihnen kommt von der Gruppe "Slapshot", die die Frage stellt, wo der Unterschied zwischen einer Sharp-Gang und einer Nazi- Gang ist. Schließlich schlagen beide Gangs Leute zusammen, die ihnen nicht passen. "Slapshot" räumt allerdings ein, daß es gute und schlechte Gewalt gibt. Sie bezeichnen die Gewalt als gut, die gegen Rechtsradikale gerichtet ist.

 

Durch das wachsende öffentliche Interesse an der Skinheadszene wurde diese zu einer Modeerscheinung. Es gab einem die Möglichkeit, kurze Haare zu tragen und trotzdem kein Nazi zu sein. Dieses stieß bei den "Alt-Skins" natärlich auf Ablehnung, sie distanzierten sich wieder von den Sharps. Erst im Laufe der Zeit verschwand diese Modeerscheinung in der Bevölkerung und die Skinheads konnten ihr Lebensgefähl wieder unabhängig von einer politischen Modeerscheinung genießen.