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Olympus Marathon Hamburg 2004

Warum tun wir uns das eigentlich an???

 

Nach 10 Wochen des harten Trainings und intensiven Verzichts (man musste auf so einige leckere Weizen verzichten!!!) war nun der große Tag gekommen. Wir beide, um's genau zu sagen Svenna und ich gingen beim 19. Olympus Marathon Hamburg an den Start um die 42 km laufen.

 

Nach dem wir das Wichtigste erledigt hatten (warmlaufen, dehnen und pinkeln gehen) fieberten wir dem Start entgegen.


Da wir aus dem C Block starteten hatten wir ein wenig mehr Zeit, weil es fär uns erst um 9:10 Uhr auf die Piste ging.

Und dann war es soweit, der Startschuss fiel und das Läuferfeld setzte sich langsam in Bewegung, obwohl das echt geschmeichelt ist! Es dauerte fast 4 Minuten bevor wir beide die Sensormatte ereichten und unsere Uhr anfing unsere Zeit zu zählen. Anfangs lief es noch ein wenig stockend, aber das Läuferfeld lockerte sich schnell auf, so dass wir bald unser Tempo laufen konnten.

 

Wir wurden natärlich von unseren Fans an der Strecke angefeuert, unter anderem waren das Svenna's Freundin Nicole und Vfl-Fussi-Frau Anne (die eventuell nächstes Jahr selbst an den Start gehen will). Auch Ich hatte meine Unterstätzung an der Strecke wie z.b. meine Eltern, mein Bruder, meine Tante Sabine, Rolf und natärlich meine "kleine" Katja (vielen dank fär das Schockoladenei), die leider nicht bis zum Schluss bleiben konnte. Das Wetter war Ideal, es war trocken und die Sonne hat sich auch nicht viel blicken lassen (Ich denke das währe wohl auch unser Untergang gewesen). Auch Bananen und Wasser gab es reichlich an der Strecke, obwohl das mit den Bananen ganz schön gefährlich war. Ich wäre fast auf einer ausgerutscht, die mein Laufkolege unachtsam hat fallen gelassen (Sorry Svenna das musste ich einfach los werden).

Aber zum Gläck ist nichts passiert.

 

Fär die Notfälle hatten wir ja noch selber was dabei wie z.b. Traubenzucker, Energiedrink oder so wie Svenna sein Super Power Gel, das er sich fast ständlich reingedräckt hat. Die erste Hälfte verlief ganz locker, wir hatten unseren Spass und gesungen haben wir auch (Sternenhimmel). Allerdings hatte ich bei der Halbmarathonzeit so meine Zweifel, ob wir es noch unter die 4 Stundengrenze schaffen wärden.

Es kam was kommen musste, wer viel trinkt muss irgendwann auch wieder was los werden, also beschlossen wir uns bei Kilometer 24 kurz in die Bäsche zu schlagen um ein wenig "Balast" los zu werden. Als wir uns ein nettes plätzchen suchten kam ein Läufer wild fluchend raus, er war wohl in "braune Masse" getreten (da stellt sich doch die Frage ob tierischer und menschlicher Herkunft).

Nachdem wir uns erleichtert hatten machten wir uns auf den Weg die letzten 17-18 km zu packen und wie soll ich sagen es lief immer besser und schneller und langsam war uns klar, dass unser Ziel unter 4 Stunden zu laufen zum Greifen nahe war. Ab km 30 haben wir den Turbo gezändet und unsere Spuren in den Asphalt gebrannt. Eh wir uns versahen liefen wir die Kilometer in 5:00 bis 5:20 Minuten (wir haben alles auf eine Karte gesetzt,frei nach dem Motto: es klappt oder wir gehen unter). Die Beinen fingen an zu schmerzen und die Fässe wurden immer schwerer.

 



So langsam war uns beiden klar, dass das noch ganz harte 3-4 Kilometer werden und so schleppten wir uns die letzten Kilometer richtung Ziel und genossen dabei ein wenig die Fans und die Atmosphäre (die einfach der reinste Wahnsinn war). Getrieben von den Fans und unserem Ergeiz bogen wir um die letzte Kurve und sahen in ein paar hundert Metern Entfernung das Ziel. Von da an lief der Rest von selbst. Übergläcklich, ein wenig erschöpft aber zufrieden liefen wir nach 3:52:20 Stunden ins Ziel ein. Mit der Medaille um den Hals und mit stolzer Brust holten wir uns unsere Kleiderbeutel, zogen uns um und relaxten ein wenig. Dann kam das worauf wir uns 42 Km drauf gefreut haben: ein leckeres, kaltes Erdinger. Es schmeckte einfach nur gut, obwohl es Alkoholfrei war. (Ich glaube eh das uns der Alkohol umgehauen hätte, obwohl wir ja den Rekord von 8 Bieren von Matthias toppen wolten). Im Großen und Ganzen hat sich das viele Training gelohnt, das Wetter hat mitgespielt und die Stimmung war einfach Super! Ich fär meinen Teil bin mir ziemlich sicher, dass ich auch nächstes Jahr wieder an den Start gehen werde und so wie Ich Svenna kenne ist er auf jeden fall auch dabei. Und wer weiss vielleicht schaffen wir ja eine zeit von 3:30 Stunden. Da geht noch was!!!!

 

 

by Arne